Reinhard Fiener

Abteilungsleiter Tiefdruck

Vom Schreinergesellen zum Abteilungsleiter Tiefdruck

Als Schreinergeselle eines Handwerkbetriebs arbeitete ich bereits vor meiner Huhtamaki-Betriebszugehörigkeit im Auftrag immer wieder einmal im Rahmen von Büroumbauten bei Huhtamaki Ronsberg. So bekam ich damals schon erste kleinere Einblicke in die Verpackungsindustrie, die mich immer mehr und mehr faszinierte.

Als nach sieben Jahren Schreinerzeit im Februar 1994 meine Entscheidung fiel, nochmals die Schulbank zu drücken, um mir einen zweiten Grundstock zu setzen, bewarb ich mich als Spätlehrling bei Huhtamaki Ronsberg. Durch die Absage des zum damaligen Zeitpunkt eigentlich schon feststehenden Azubis hatte ich Glück, rutschte auf dessen Platz auf und begann noch im September meine zweite Lehre als Tiefdrucker (heute Medientechnologe Druck).

Zweieinhalb Jahre später absolvierte ich nach verkürzter Lehrzeit meine Gesellenprüfung und arbeitete fortan als Facharbeiter im Tiefdruck. Erst einmal glücklich und zufrieden nach dieser bestandenen zweiten Herausforderung hieß es, Erfahrungen als Drucker zu sammeln.

Schon wenige Jahre danach kam mein damaliger Schichtmeister mit einer weiteren Herausforderung auf mich zu - er plane mich als festen Maschinenführer für eine neue Tiefdruckanlage ein. Die folgende Zeit war sehr spannend und interessant, da ich schon vom Kauf der neuen Anlage an mit involviert wurde und sehr schöne und abwechslungsreiche drei Jahre in der damals modernsten Tiefdruckanlage mit einem super funktionierenden Team hatte.

Als ich eines Tages plötzlich zu unserem Betriebsleiter ins Büro gerufen wurde, plagte mich erst ein schlechtes Gewissen - doch war mir nichts davon bekannt, evtl. einen Auftrag in den Sand gesetzt zu haben... Dann die überraschende Frage von ihm, ob ich mir eine Meisterstelle bei Huhtamaki vorstellen könne. Da ich zunächst alle Farben im Gesicht wechselte, sah er mir an, dass ich noch eine Bedenkpause benötigte. Trotz gerade erst überstandenem Hausbaustress und der Tatsache, dass ich werdender Vater war, habe ich mich schließlich dazu entschieden, nach mittlerweile zehn Jahren Schulpause, nochmals für ein Jahr die Meisterschule in Biberach anzutreten. Durch finanzielle Unterstützung der Firma und moralische Unterstützung meiner Familie überstand ich dieses anstrengende Jahr und konnte meine Prüfung zum Medienfachwirt im Sommer 2007 erfolgreich abschließen.

Als Meister zurück in der Firma waren meine Hauptaufgaben dann unter anderem die Kundenbetreuung bei Farbabstimmungen, Urlaubs- und Krankvertretung der Schichtmeister sowie Projektarbeiten.

Nach vier interessanten Meisterjahren, in denen ich vor allem in Personalführung viel dazulernen konnte, wurde eine weitere Frage an mich herangetragen: Ob ich mir eine bald freiwerdende Funktion als Abteilungsleiter im Tiefdruck vorstellen könne! Hier entschied ich mich erneut für das berufliche Weiterkommen und auch diese Entscheidung habe ich bis heute nicht bereut…