Matthias Fahrenschon

Ausbilder der Medientechnologen Druck

Vom Auszubildenden zum Ausbilder

Durch eine Unternehmensvorstellung des damaligen Personalreferenten an meiner Schule bin ich auf die Ausbildung als Drucker (heute Medientechnologe Druck) bei Huhtamaki (damals noch 4P Verpackungen) aufmerksam geworden. Kurzerhand bewarb ich mich und nach einem Einstellungstest sowie einem Vorstellungsgespräch kam wenige Wochen später die erhoffte Zusage.

Die dreijährige, sehr lehrreiche Ausbildungszeit verging wie im Flug. Im Anschluss wollte ich mich erst einmal im Berufsalltag als Geselle einarbeiten, um Erfahrungen zu sammeln.  In der ersten Zeit wurde mir schnell bewusst, dass das richtige Lernen gerade erst begonnen hatte. An unterschiedlichen Druckmaschinen konnte ich meine Kenntnisse vertiefen und lernte die verschiedensten Druckaufträge und deren Eigenheiten kennen. Durch den Kauf einer neuen Druckmaschine wurde ich fortan als festes Maschinenbesatzungsmitglied eingesetzt. Es dauerte nicht lange, da konnte ich als Maschinenführer meinen Erfahrungsschatz erweitern.

Die Gesamtverantwortung über eine Druckmaschine war mein Ziel, das ich zu Beginn der Ausbildungszeit angestrebt hatte. Da ich dies nun erreicht hatte, dachte ich, der Alltag hätte Einzug gehalten, was mich vorerst nicht störte. Mit der Zeit kamen mir jedoch Gedanken, wie es in der beruflichen Zukunft weitergehen sollte. Gerade in dieser Phase sprach mich mein damaliger Abteilungsleiter an, ob ich mir vorstellen könne, als Schichtführer zu arbeiten. Nach kurzer Überlegungszeit stimmte ich zu und bekam erste Einblicke in die Aufgaben und Tätigkeiten als Schichtmeister. Nach einiger Zeit wurde mir eine freie Stelle als Schichtmeister angeboten, unter der Voraussetzung, dass ich in naher Zukunft auch die Meisterschule absolvieren würde.

In der darauffolgenden Zeit arbeitete ich als Urlaubsvertretung im Schichtmeisterteam und übernahm zahlreiche Kundenabstimmungen und vereinzelte Projektarbeiten. Als ich dann für ein Jahr auf die Meisterschule ging, war und bin ich sehr dankbar, dass mich die Firma bei dieser Weiterbildung unterstützt hat. Dadurch fiel es mir natürlich auch leichter, mich komplett auf die Schule in Vollzeit zu konzentrieren, da die letzten Schulstunden bei mir nun doch auch schon einige Jahre zurück lagen.

Mit dem erfolgreichen Bestehen der Meisterschule und zurück in der Firma bekam ich die Chance, in der Verfahrenstechnik Tiefdruck zu arbeiten. Kurz darauf wurde ich gefragt, ob ich die Ausbildung der Medientechnologen übernehmen wolle. Natürlich stimmte ich zu. Eine weitere Herausforderung, die mich aktuell begleitet und mich oft an die eigene Ausbildung zurückdenken lässt.